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Cake day: 2024年8月1日

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  • Die Mehrheit hat was davon. Die Top 5% sind nicht die Mehrheit. Sie haben nur eine laute Lobby.

    Bitte mal mit Fakten kommen und nicht mit gefühltem Wissen. Hier kannst du dir anschauen, wie viele Leute Gutverdiener sind und wie viele Spitzenverdiener sind. Und du siehst auch wie viel Prozent die von gesamten Steueraufkommen zahlen. Spoiler: Alle drei Punkte mehr als du denkst

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/gde.html

    Was ich grundsätzlich an diesen Programmpunkten scheisse finde ist folgendes:

    • Fixierung aufs Bruttoeinkommen. Was ist mit den Beamten? Die verdienen Unsummen, aber Netto
    • Fixierung aufs Einkommen, nicht aufs Vermögen. Dadurch wird das bestehende Kastensystem „Prekäre“, „Arbeitende“ und „Besitzende“ zementiert. Nie und nimmer wird ein Arbeitender zum Besitzenden. Die bleiben unter sich, weil die gläserne Decke wegen der Steuerschröpfung nicht durchbrochen wird.
    • Entwertung von Lohnarbeit. Wer mehr arbeitet und in seinem Leben etwas erreichen und aufbauen will, wird demotiviert. Da ist klar eine Tendenz nach Unten. Warum 5 Tage arbeiten, wenn ich nur 100€ mehr netto habe als bei einer 4-Tage-Woche (Zitat von nem Kumpel). Ich überlege auch gerade auf Halbtags zu gehen. Als Gutverdiener reicht auch 2/3 vom Gehalt bei normaler Lebensführung.
    • Aufwertung von Schwarzarbeit.

    Soziale Härten abfedern finde ich gut und wichtig. Eine Hängemattengesellschaft in der der Staat sich um alles kümmert, sehe ich als Schreckgespenst. So einen Staat hatten wir mal im Osten und da wurde sich dann auch um die Gedanken gekümmert.

    Der Weg ist meiner Meinung nach nicht, den Arbeitenden, die sich was aufgebaut und erreicht haben, etwas wegzunehmen. Der Weg ist den Besitzenden etwas wegzunehmen und viele unnötige Privilegien zu stutzen.







  • Artikel die den unbereinigten Gender Pay Gap als Beweis herziehen, halte ich für tendenziös. (Wer hier getriggert wird, bitte mal nachlesen, was der unbereinigte nicht einbezieht)

    Allerdings: Laut Mikrozensus ist rund die Hälfte der Mütter zunächst mit dem Familienmodell “Vater als Hauptverdiener” zufrieden. Einige Sozialforscher bezeichnen diese Situation nach der Familiengründung auch als “vernünftige Ungleichheit”.

    Da sollte man doch als Sozialforscher etwas tiefer graben, oder? Warum finden junge Mütter es okay mehr Zeit zu haben. Für Kind und Familie. Und was ist mit dem Mann? Findet er es okay immer zur Arbeit zu strampeln?

    In dem Wohlstandsviertel, in dem ich wohne, sehe ich viele Halbtagsmuttis ihren Hobbies nachgehen und mit Freundinnen treffen. Klar auch die Kinder und Einkaufen.

    Als ich mal meine Arbeitszeit auf 60% reduziert hatte für ein Jahr, da hatte ich auch Zeit und vor allem Energie für ein Hobby. War eine schöne Zeit.

    Worauf will ich hinaus? Darauf, dass es nicht nur moderne Mütter gibt. Ich vermute maximal 30% wollen überhaupt Vollzeit arbeiten. Die anderen werden vermutlich ein entspannteres Leben mit Halbzeitarbeit nebenbei bevorzugen. (Und dann beim Thema Renteneinzahlung dumm drein schauen) Das passt allerdings nicht in die Narrative „Frau opfert sich auf und Mann macht geil Karriere“ Denn irgendwie fehlt der „moderne Vater“ und seine Bedürfnisse in der Geschichte, oder?