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  • Nachdem @Asinus@feddit.org in einem vorangegangenen Kultursamstag das Buch Klara and the Sun vorgestellt hatte und ich die Beschreibung interessant fand, habe ich es mir kurzer Hand auch geholt und jetzt durch gelesen.

    Das Buch hat mich gut unterhalten und ich war durchgehend gespannt wie es weiter ging. Von dem Autor werde ich in Zukunft noch andere Bücher lesen. Da ich World Building am interessantentesten finde hat mich natürlich besonders fasziniert, die Welt aus der Perspektive eines Androiden kennenzulernen, welcher eindeutig nur eingeschränkten Zugang zu Informationen über die Welt hat. Dadurch ist es häufig ein bisschen ein Puzzle gewesen, wie gewisse Dinge wohl in Realität sind.

    Allerdings bin ich da auch an meine Grenzen gekommen und manche Dinge sind einfach sehr vage und uneindeutig geschrieben. Wie Asinus auch schon schrieb, gibt es viele Dinge, die als Metapher wirken. Aber ich bin mir häufig nicht sicher wofür… Gerade am Ende hatte ich mich schon öfters gefragt, in welche Richtung die Geschichte jetzt geht und was der Autor damit ausdrücken will. Wollte er einfach nur eine Geschichte erzählen oder wollte er gewisse Denkweisen und Ideologien als besser darstellen?

    Ab hier Spoiler, auch über das Ende

    Klaras Wahrnehmung

    Was mich bis zum Schluss etwas verwundert hat, ist Klaras Beschreibung von ihrer Wahrnehmung, dass die Welt sich manchmal in Boxen aufteilen würde. In manchen Situationen wirkte es so, als ob damit gemeint wäre, dass sie Reflexionen und gebrochenes Licht nicht richtig zuordnen konnte?
    Dagegen spricht in meinen Augen, dass sie öfters beschrieb, wie gewisse Boxen andere Dinge zeigten, zum Beispiel variierende emotionale Zustände im Gesicht der anderen Person.
    Weiß jemand dafür eine Erklärung?
    Sollte das darstellen, wie ihr Prozessor in emotionalen/stressigen Situationen versucht, die Wahrnehmung in diversen parallel laufenden Prozessen zu verarbeiten um ein besseres Gesamtbild zu erhalten, in dem der Rohdatensatz mit unterschiedlichen Perspektiven analysiert werden sollte?

    Ende

    Was mich am Ende verstört hat, ist was für eine absolut grauenhafte Welt das Buch eigentlich darstellt. Da Klara die Erzählerin des Buches ist, wissen wir, dass zumindest sie eindeutig oberhalb der Bewusstseinsschwelle ist. Sie wird zwar noch von ihrer unterliegenden Programmierung beeinflusst, um Menschen zu helfen und gefallen zu wollen, aber trifft eindeutig eigene Entscheidungen und ist sich ihrer selbst bewusst und denkt über das Denken.
    Sie wird wohl nicht der einzige derartige Android sein in dieser Welt und dennoch ist sie nichts anderes als Eigentum und landet am Ende sogar auf dem Schrottplatz. Die Person, wegen der sie ihre eigene Existenz aufs Spiel gesetzt hat, hat sie einfach ignoriert nachdem sie gesundet ist und sie verbringt viel Zeit am Ende ihres Lebens in der Lagerkammer, von der Familie quasi vergessen wie ein altes Spielzeug.
    Und zwischendurch wird sogar von einem Charakter angesprochen, dass nachgewiesen wurde, dass es keinen nachweisbaren kognitiven Unterschied zwischen Menschen und Androiden gäbe. Was bedeutet, dass diese Welt eine Armee an Sklaven erzeugt, die Bewusstsein haben und trotzdem als Dinge behandelt werden und kein eigenes Existenzrecht besitzen.



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    3 days ago

    First, props for actually engaging with my question and finding out.

    Now to the rest of your comment:

    That might be flippant, but does this matter at all?

    Yes? As I said: here in central Europe (and Chernobyl is not central europe, I meant parts of Germany, Czech Republic, Poland and Austria, so not really close) we still have areas, 40 years after the event, with too high radioactive levels in e.g. mushrooms for safe human consumption. I personally don’t really find that cool. Same is happening in Fukushima, but in a more local event due to the wind pushing most into the sea.
    So we just have those nuclear meltdown events and then move around outside the areas where the failures happened? That is your preferred mode of living in the future? I envision a much more positive future for mankind.

    You might as well say solar panels are deadly because some idiot didn’t tie his safety line while installing rooftop solar panels.

    Yes? That’s how it works? Those kind of things have to be considered to properly judge a technology. And thank you for proving my point. What happens if a solar cell\battery\transformator fails catastrophically? A house burns down and the people inside might die. Tragic, but nothing that stops humanity from using the local area for the next hundreds or thousands of years, depending on how bad it is. And still fucking up food resources in a wider area outside the local area depending on how lucky the non-locals are with the weather conditions.

    We sadly don’t live in a perfect world where everything goes right, so failure rates and failure modes have to be considered. In fact, those two things are kind of the main things you have to think about. At least if you want to engage seriously with a topic as engineer. And even the oh so perfect and advanced Japan was not safe. And why? Because of human error.

    In addition I would like to point your view to the current Ukraine war where Russia (and Ukraine afterwards) attacked right next to a nuclear plant (you could even watch the fights live yourself via the webcams at the nuclear plants, which is still bonkers to me), which isn’t exactly filling me with confidence. Furthermore I would like to point out the shitstained Florida Orange and his administration in the USA, which has shown time and time again their disregard for science and any and all safety measures. Do you seriously want to tell me, that you think those kind of people will never come into power again and threaten our and humanities safety because they have the ego of a planet but the brains of a mosquito? They fired the people responsible for nuclear weapons in the DoE and only afterwards realised it and tried to reverse it after the media reported their epic failure. Did you forget about those parts already?

    Do you seriously want to tell me that you engage with your life only considering the best case scenario? That is not how reality works, sadly.

    And just to add to your answer regarding the fuel: not being able to stack radioactive fuel together is exactly one of the problems, as you should know.



  • Wrufieotnak@feddit.orgtoScience Memes@mander.xyzSpicy Air ☢️
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    4 days ago

    As you said: easy to answer, so not worth it to engage with seriously.

    So let me counter ask you a very similar question: how much radioactive material (weight or volume, your choice) do you think was spread in Chernobyl, that made it still a closed off region today and resulted in ongoing increased radioactive levels in mushrooms and wild boar meat in multiple regions over central Europe, that it is still not considered safe for human consumption?

    Spoiler: radioactive fuel is energy efficient, as you said, but that also means that it only takes a small amount to contaminate a larger area.



  • Yes they are!

    First, as the other commentator said: fascist is the word they probably meant, because I seriously doubt a lot of Zionists believe in the aryan superiority and have the wish for Germany to rule the world.

    Second, saying Ukraine is inexplorably linked to Zionism is such a stupid take. I don’t really know where to start. Care to explain why you think that is true?

    So only thing that the tankie COULD be ‘not wrong’ about is Zelensky being a Zionist. Might be true, I don’t know. But since he was also criticised by Israel for comparing Ukraine’s situation to the holocaust as ‘close to holocaust denial’ I think it is hard to differentiate between what he thinks he has to say, in order to secure support for his country from those countries willing to support them (USA and Europe mainly), and what his personal beliefs are. And if you think that matters in regard to a politician.








  • Ich war im Konzerthaus Berlin bei einem Konzert dirigiert von Joana Mallwitz, einer vergleichsweise jungen, aber bereits sehr erfolgreichen Dirigentin. Gespielt wurde die 6.Sinfonie von Beethoven, auch als Pastorale bezeichnet, und Daphnis et Chloë von Maurice Ravel. Beide Stücke waren angenehm entspannend und auch wirklich gut gespielt vom Orchester. Beim zweiten Stück war ein relativ großer Chor enthalten, der aber quasi nur “Aaaaaa” als Hintergrundmusik singt, das war schon relativ modern.
    Besonders gefallen hat mir die Einführung vor dem Stück, die auch direkt von der Dirigentin gegeben wurde und überaschend lang war. Dabei hat sie dann auch mal ein paar Beispiele auf dem Klavier vorgespielt, sodass man nicht Musik studiert haben musste um zu verstehen, was sie einem da gerade versucht zu erklären mit den Akkorden und Themen in den Stücken. Kann ich also sehr empfehlen, die Einführungen bei ihren Stücken zu besuchen. Und sie ist auch beim Dirigieren sehr energetisch bei der Sache, das ist auch eine Freude zuzuschauen. Im Gegensatz zu manch anderen, die da Statuen imitieren.

    Außerdem habe ich Book from the Ground von Xu Bing gelesen. Von dem Buch hatte ich in der Dokumentation Vom Schreiben und Denken (Teil3) damals auf arte erfahren, aber der dritte Teil der Doku ist leider nur noch als Download im archive.org findbar (die Doku war auch interessant und kann ich auch empfehlen).
    Der Name und die Idee des Buches kommt daher, dass sowas ähnliches wie die Redewendung “das ist chinesisch für mich” im Chinesischen selbst als Buch vom Himmel beschrieben wird. Also ein Text, den niemand entziffern kann. Der Autor hatte auch ein solches Book from the Heavens veröffentlicht. Dieses ist mit fiktionalen Schriftzeichen gefüllt, die keine reale Bedeutung haben und somit ein Buch ergaben, dass niemand lesen konnte.
    Danach hat ihn die Idee fasziniert, ein Buch zu erzeugen, das jeder lesen kann, egal welche Sprache man spricht. Daher entsprang dann der Name als Gegenstück zum Vorgänger: Das Buch vom Boden, für ein Buch, das jeder lesen kann.
    Dafür hat er Piktogramme gesammelt und diese zu einer kleinen Geschichte zusammengefügt. Es handelt sich um einen Tag im Leben eines Büroarbeiters und ist eindeutig Slice of Life, ohne irgendeine tiefgreifende Botschaft oder komplizierte Handlung. Die Grundidee hat auch soweit geklappt, da ich zu 99 % die Geschichte entziffern konnte. Genau die Frage, was für eine Art Geschichte erzählt wird, hat mich auch genug gereizt das Buch zu kaufen. Denn komplexere Handlungsstränge sind vermutlich schwer ohne Worte zu vermitteln. Daher kann ich es absolut verstehen, dass es SoL geworden ist. Aber ein bisschen schade finde ich es schon, dass der Autor keine ambitioniertere Geschichte probiert hat.
    Als kleines Rätsel zum Entziffern ist es ganz lustig, aber es ist auch nicht lang. Witzig fand ich zum Schluss auch, dass die letzte Seite mit den Publikationsdaten und Auflage etc. auch komplett ohne Worte auskam. Also ganz nett, wenn man die Grundidee interessant findet, aber jetzt auch kein Meisterwerk.





  • Der andere Kommentar ist faktisch falsch, es ist nicht Merz direkte Schuld, sondern die der Polizei. Ich wollte jetzt aber nicht extra 2 Kommentare machen. Hätte ich dazu schreiben sollen… Weil jetzt hab ich auch jeweils einen Kommentar für jeden von euch geschrieben

    ¯\(ツ)