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    7 months ago

    Zurzeit würden die Mietkosten im ersten Jahr noch voll übernommen, egal, ob sie angemessen seien oder nicht. “Diese Regelung muss ersatzlos gestrichen werden”, forderte Spahn.

    Jo, instant Obdachlosigkeit. Läuft bei dem.

    • golli@sopuli.xyz
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      7 months ago

      Vermutlich nicht (auch wenn er das gerne hätte), aber halt garantiert Zwangsumzug in eine beschissene Gegend ohne Perspektiven.

      Mal wieder ein perfektes Beispiel, dafür dass es einfach nur ums Arbeitslosen bashing geht, anstatt um konstruktive Problemlösungen. Man kann generell durchaus diskutieren, in wieweit Mietübernahmen derzeit eventuell in manchen Teilen zu hoch sind und Vermietern zugute kommen. Die Lösung hierfür wäre jedoch massiv mehr sozialer Wohnungsbau.

      Aber gerade im ersten Jahr macht es halt extrem viel Sinn Leute in ihrem gewohnten Umfeld zu halten. Das ist vermutlich eine der besten Maßnahmen, um die Chancen zu erhöhen die Zeit zwischen Jobs zu minimieren. Ein direkter Rauswurf würde vermutlich einfach zu mehr Ghettoisierung führen, was dann passender Weise Spahn’s Weltbild bestätigen würde, wenn sinch Orte bilden, an denensich einfach strukturell ärmere Schichten sammeln. Wobei es natürlich nicht als strukturelles Problem, sondern persönlicher Makel dargestellt würde.

          • plyth@feddit.org
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            7 months ago

            Ernsthaft gefragt, in welcher Situation hat man dann eine so teure Wohnung? Es dürfte vor allem Berufseinsteiger betreffen und Menschen, die nach langer Arbeitslosigkeit erneut den Job verlieren.

            • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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              7 months ago

              Jop, genau diese beiden Gruppen.
              Aber grundsätzlich ist es so, wenn Menschen sich eine neue Wohnung suchen müssen, haben sie weniger Zeit und Energie für die Jobsuche. Mal ganz abgesehen von Menschen, die größere Probleme haben, gewohnte Umgebungen zu verlassen. Es übt früher zusätzlichen Druck auf die Arbeitssuchenden aus und das wirkt sich negativ auf die Arbeitssuche aus.

              All das, was gerade besprochen und “vorgeschlagen” wird, hat auch nur den Zweck, Arbeitslose zu schikanieren und die Angst vor Abstieg zu schüren, um damit eher schlechtere Jons angenommen werden. Du willst keine prekäre Beschäftigung annehmen? Pech, du wirst sanktioniert. Mit diesem Job, den du nach fast einem Jahr Arbeitssuche haben könntest, wird es sehr schwer, deine Wohnung zu bezahlen? Nimm ihn an oder du musst so oder so umziehen. Das sind asoziale Methoden.

      • plyth@feddit.org
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        7 months ago

        eine beschissene Gegend ohne Perspektiven

        Vielleicht motiviert das ja die Bevölkerung, etwas zu tun, dass es diese Gegenden in der Stadt nicht mehr gibt? Irgendjemand wohnt ja dort.

          • plyth@feddit.org
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            7 months ago

            Parteien wählen, die ÖPNV aufbauen und die Viertel anbinden. Dazu Stadtplanung, die die Minimalversorgung mit Lebensmittelläden und ähnlichem sichert.

              • plyth@feddit.org
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                7 months ago

                Nein, und auch nicht das Ziel bei der Abschaffung der Regelung. Es ist nur meine Meinung zu Problemvierteln. Unabhängig von Spahn sollten sie nicht existieren.

                • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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                  7 months ago

                  Dqnn verstehe ich nicht, warum du diesen Nebenschauplatz in dieser Diskussion eröffnest. Dein erster Kommentar klang nach “Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, diese Regel abzuschaffen, weil dann tut sich vielleicht etwas gegen Ghettoisierung und Gentrufizierung.”
                  Gut, du hast jetzt erklärt, dass du das nicht so meinst, aber dann ist das halt eine andere Diskussion.

                  • plyth@feddit.org
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                    7 months ago

                    Weil das Argument gegen die Reform ist, dass ein Leben in den Wohngegenden nicht zumutbar ist. Wie können Menschen dort leben, wenn es unter dem Mindeststandard liegt, den wir akzeptabel finden. Das hätte ein zentrales Thema des Wahlkampfes sein müssen.

                    Ich weiss, die Realität ist eine andere.

    • Don_alForno@feddit.org
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      7 months ago

      Das ist halt auch eiskalt gelogen, selbstverständlich gibt es Obergrenzen für das, was als angemessen gilt. Die sind nur von Stadt zu Stadt verschieden.